DOWNBEAT MAGAZINE Online 08.10.2014 – Editor’s Pick

„There’s a drive and melodic beauty to the music of Kahiba that makes this European trio simply infectious. Led by Heinrich von Kalnein, a German saxophonist and flutist, The Sixth Sense is the group’s third effort, and it’s a hit. The album’s title track could almost serve on the soundtrack for a James Bond film. Drummer Gregor Hilbe drives the tune’s galloping beat and adds some very cool electronics color, while Christian Bakanic and Kalnein take turns improvising over the rhythms on accordion and flute, respectively. On the fantastically uplifting “Pfeil,” the trio adds three trombones and a tuba to deliver a bright palette of sound for Kalnein to glide over on tenor. The larger ensemble slides in and out on the album with great effect, especially on songs like “The Sun,” a nifty Kalnein creation made even better by Hilbe’s love of offbeat rhythms and Bakanic’s overdubbed float between accordion and Fender Rhodes. What makes Kahiba so good is that they have a “sixth sense” with each other. All three are gifted musicians who have played together for a long, long time. The five Kalnein-penned tunes demonstrate his chops as both a composer and arranger. And the group’s ability to be in the pocket and take the music outside, too, creates surprise after surprise. Overall, this is an album that’s satisfying and intriguing. I love this trio. Frank Alkyer

 

 

Mannheimer Morgen 14.07.2014 – Musikspaß ohne Leerlauf

„Nicht einen Moment Langeweile“ – was Rod Stewart einst auf einer seiner besten Solo-LPs versprach,

trifft auch auf die neue CD des deutsch-österreichisch-schweizeri- schen Jazz-Trios Kahiba zu. Saxofonist und Flötist Heinrich von Kalnein (bekannt als Leiter der exzellenten Jazz Big Band Graz), Pianist/ Akkordeonist Christian Bakanic und Gregor Hilbe (Schlagzeug, Electronics) inszenieren eine Triomusik, die weitaus opulenter klingt, als es die Dreierbesetzung vermuten lässt. Rasche Stimmungswechsel und klangfarbenreiche Arrangements prägen die neun kompakt gehaltenen Stücke. Unterstützt von einer Posaunen-Tuba-Gruppe, die für tieftonreiche Klanghintergründe sorgt, brilliert Kahiba mit kammermusikalischem Jazz, bei dem es von meditativer Ruhe bis zu explosiven Ausbrüchen nur Sekunden braucht. Facettenreich schillern die Soundszenarien zwischen rockigen Fusion-Rhythmen, freien Improvisationen, atmosphärischen Ambient-Schwebebildern, zupackenden Modal-Passagen, lateinamerikanischen Tango-Anklängen und hypnotischen Minimal-Music-Passagen. Das Hörvergnügen dauert 44 Minuten – und es gibt keine Sekunde Leerlauf. Georg Spindler

 

 

CONCERTO Magazin (A), 3 / 2014

„Saxofonist und Flötist Heinrich von Kalnein steckt hinter diesem Projekt. Elektronik, Ambient, Weltmusik, freie Tonalität inmitten Songstruktur und Form, melodieverliebt, würde ich sagen, bestechend durch Gregor Hilbes Ideen am Schlagzeug und elektronischer Percussion. Der Kerl ist kein Schlag-, sondern ein Feuerwerker. Weltumspannender, moderner, organischer kann Jazz wohl nicht klingen. Ein Fest für die Ohren. So geht das heute. Kalneins Kunst an der Altflöte ist herausragend. Als Gegenentwurf und oppositionelle Klangfarbe Christian Bakanic am Akkordeon, Fender oder Grand Piano. Nicht einen Takt lang klingt dieses Jazz Trio schmal, dünn, kammermusikalisch, karg, reduziert und schlank. Gut, drei Gastmusiker der Jazz Bigband Graz sind mit dabei, Posaunen und Tuba, daher wohl der fette, warme, bauchige Sound, wie der einer kleinen Bigband. KAHIBAs drittes Album zelebriert den Sechsten Sinn, das Wissen um den inneren Zusammenhang verschiedener Welten, das Spüren der anderen Wirklichkeit, der einzigen? KAHIBA passt in keine Schublade, das macht den großen Reiz dieses Trios aus, jeder der Protagonisten ist gleichberechtigt, keiner steht hinter dem anderen zurück. Kalnein ist ein Meister der griffigen Kadenzen, feinstes Ohrwurmpotential sprüht aus seiner Feder. KAHIBA garantiert Spannung pur, Arrangements pur zum tiefen Eintauchen in einen Klangkosmos.“ KaDe

 

 

STEREOPLAY (D) 07 2014

„Die Jazz Bigband Graz,in der Heinrich von Kalnein als Co-Leader Akzente setzt,zählt derzeit zu Europas spannendsten Klangkörpern für improvisierte Musik.Wie dort speist sich bei Kalneins Trio Kahiba der Reiz der Tonträger nicht nur aus dem freien Spiel der Kräfte, sondern aus bestechenden Kombinationen von Klängen, Farben und Stimmungen. Kalnein (Saxofon, Altflöten), Gregor Hilbe (Drums, Elektronik), Christian Bakanic (Akkordeon, Keyboards) plus Gäste an Tuba und Posaunen reisen durch helle, schillernde, sorgfältig und sehr räumlich komponierte Landschaften. Nur das Saxofon spielt sich manchmal arg expressiv in denVordergrund.“ (MI)

 

 

Kleine Zeitung (Graz, A), 26.05.2014

„…komplexe Delikatessen.“ Michael Tschida

 

 

NDR, CD der Woche 19.05.2014

„…Mag ja sein, dass „The Sixth Sense“ in der Klangsprache weitaus weniger modern ist als der Vorgänger, dafür findet diese Conclusio der Trilogie eine strahlende und ruhige Mitte: Große Melodiebögen und der Sound einer sich blind verstehenden Band.“ (Ralf Dorschel)

 

 

Leipziger Volkszeitung 16.03.2014

„Saxofonist/Flötist Heinrich von Kalnein ist ein Arrangeur von Gnaden. Als einer der Doppelspitze der fulminanten Jazz Bigband Graz gibt er dem oft angestaubten Großformat ein Update über die Gegenwart hinaus. Mit zwei Stammspielern des Großaufgebots, Schlagzeuger Gregor Hilbe und Akkordeonist/Pianist Christian Bakanic, gründete er vor Jahren sein bewegliches, auch Loops und Electronics einbeziehendes Trio, das mit jeder CD mehr überzeugt. Auch diesmal hört man diese Anleihen bei Ambient und Fernöstlichem im Hin und Her von Struktur und improvisatorischer Freiheit, was sich zu einer Hymne für die Insel aufschwingt. Großartig auch, wie Soundfuchs Kalnein in den meisten Stücken die Ereignisse mit einem tiefen Bläserquartett aus Posaunen und Tuba grundiert und emotionalisiert.“ Ulrich Steinmetzer

 

 

Kultur (A) 4/2014

Saxophonist,/Flötist und Jazz Bigband Graz(JBBG)-Co-Leader Heinrich von Kalnein, Drummer Gregor Hllbe und Akkordeonist,/Pianist Christian Bakanic – seit sechs Jahren als Trio KAHIBA unterwegs – sind für die steirische Jazzszene das, was Schilcher und Kürbiskernöl für die Gaumen sind: unverzichtbar. Freilich haben sie die Grenzen der Grünen Mark mit ihrem noch ziemlich Song-orientierten Debut ,,Global Dialects“ und dem völlig frei improvisierten, Ambient- und Elektronik-orientierten Nachfolge-Album ,,Orbital Spaces“ längst hinter sich gelassen. So nahmen KAHIBA ,,The Sixth Sense“ nun auf Einladung des Deutschlandfunks in dessen Kammermusiksaal in Köln auf und versuchten, stilistisch so etwas wie eine Synthese der beiden ersten Alben. Auf den neun, großteils von Kalnein stammenden Eigenkompositionen pflegt das Trio den sehr spontanen und freien Umgang mit klar strukturierten und vorgegebenen Elementen, vobei der Soundkosmos durch das Einbeziehen von vler tiefen JBBG-Blechbläsern eine beachtliche Erweiterung erfährt.
Herausgekommen ist ein äußerst intensives, von großer Spieifreude geprägtes, in den unterschiedlichsten Farben schillerndes Prachtstück, das die Sinne anspricht -natürlich auch den sechsten.“

 

 

JAZZPODIUM 05/2014

„Heinrich von Kalnein, ts, fl, Gregor Hilbe, dr, el, und Christian Bakanic, acc, p, Fender Rhodes,

setzen mit ihrem dritten gemeinsamen Album auf eine feine Mischung aus Melodiebewusstsein, Groove und variablen Sounds. ln zugleich transparentem wie überaus energetischem Miteinander versetzen die drei den geneigten Hörer in ein wohliges Wechselbad musikalischer Eindrücke zwischen folklore imaqinaire und freitonaler lmprovisation. Der behutsame Einsatz von elektronischen Mitteln unterstreicht die zeitweise schier mystische Bewegung der Stücke, die Spontaneität und Struktur in sehr gelungener, herausragend eigenständiger Weise ineinander fließen lassen. Vier Special Guests am tiefen Blech, Reinhard Summerer und Robert Bachner; tb, Wolfgang Tischhart, btb, und Georg Laller, tuba, bringen zusätzliche Farben ins 5piel, warm, weich und leuchtend.“ Tobias Böcker

 

 

MUSIKMAGAZIN – NEUES VOM ÖSTERREICHISCHEN MUSIKGESCHEHEN

Di, 18.03.2014 – 15:43
Kahiba – The Sixth Sense

 

Dass die drei Herren von Kahiba ihr Handwerk wirklich versteht, wissen Kenner der heimischen Jazzszene nicht erst seit gestern. Mit ihrem 2009er Werk „Orbital
Spaces“ schon einmal das Feld für weitere Großtaten bereitet, legen Heinrich von Kalnein, Gregor Hilbe und Christian Bakanic mit „The Sixth Sense“ (Natango Music) nun ein Album vor, das wirklich in allen Belangen im höchsten Maße zu überzeugen weiß. Was das Trio auf den Weg bringt, ist ein beeindruckendes und in mitreißender und spannungsgeladener Form umgesetztes Beispiel für die absolute musikalische Vielfalt. Vorgestellt wird die Anfang Mai erscheinende CD im Rahmen einer Pre-Release Tour durch Österreich im April. Man sollte mit Superlativen ja sonst eher sparsam umgehen, aber eines kann man nach dem Durchhören des neuen Albums des Trios Kahiba schon sagen, es besitzt einfach Klasse, und zwar eine über das Normalmaß hinausgehende. Heinrich von Kalnein (Saxophone, Flöte), Gregor Hilbe (Schlagzeug, Loops & Samples) und Christian Bakanic (Akkordeon, Fender Rhodes, Klavier) ziehen auf „The Sixth Sense“ alle Register ihres Könnens und zeigen wirklich allen Belangen, was sie auf dem Kerbholz haben. Dramatische Spannungsaufbauten und -steigerungen, wunderbar harmonische Übergänge, plötzlich eintretende Brüche, hin und wieder eingeworfene Klangexperimente, ein steter Wechsel zwischen packenden Improvisationen und gediegene Zurückhaltung, fast schon poetische Eleganz, Eigenwilligkeit, Grenzüberschreitungen zwischen den unterschiedlichsten Spielformen, all diese Dinge und natürlich auch vieles mehr findet im vielschichtigen und facettenreichen musikalischen Universum von Kahiba Platz. Mehr noch, was den drei Musikern ganz offensichtlich mit spielerischer Leichtigkeit von der Hand zu gehen scheint, ist, die einzelnen Elemente wirklich zu einem funktionierenden Ganzen zu verweben, die Balance zu finden und der enormen Vielfalt eine von jeder Kopflastigkeit befreite Richtung zu geben.

Anstatt ihre eigenen instrumentalen Fähigkeiten demonstrativ zur Schau zu stellen, rücken Heinrich von Kalnein, Gregor Hilbe und Christian Bakanic einzig die Musikalität ihrer Stücke in den Mittelpunkt des Geschehens. Es regiert das Gemeinsame, der Gruppenklang, der jedem der Beteiligten gleichermaßen den Raum und die Gelegenheit bietet, sich einzubringen und in eine feinfühlige und lebendige Interaktion mit den anderen zu treten. Es passiert ständig etwas, nur, und hier offenbart sich eine weitere sehr schöner Aspekt dieses Albums, kriegt man als Hörer davon nicht wirklich viel mit, man wird nicht erschlagen von dem Vielen, vielmehr verhält es sich so, als würde man von einer Welle sanft durch die Stücke mitgetragen. „The Sixth Sense“ ist ein Album geworden, das den Geist ebenso anspricht wie die Seele, das herausfordert genauso wie es Spaß macht, kurz: Was Kahiba bieten, ist schlicht und einfach Jazz in seiner schönsten und spannendsten Form. (Michael Ternai)